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Darf ich meinen Berner Sennenhund Welpen alleine Zuhause lassen? 

Berner Sennenhund Welpe allein zu Hause

 

Fast alle Berner Sennenhund Welpen Halter haben zu Beginn sehr große Bedenken die Fellnase alleine zu lassen. Einige nehmen sich extra Urlaub für die Anfangsphase, andere waren vielleicht länger krank oder haben von Zuhause gearbeitet und haben in der Zeit einen Berner Sennenhund für sich entdeckt. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem der Welpe oder mittlerweile der erwachsen gewordene Vierbeiner alleine bleiben muss. Wer zu diesem Zeitpunkt das Training zum „alleine lassen“ verpasst hat, kann evtl. Probleme bekommen. Es kann unter Umständen zu extremen „Verlassensängsten“ beim Berner Sennenhund kommen.

 

Verlassensängste – Wie äußern sich diese?

Das kann ganz verschieden sein. Es gibt Hunde die heulen, jaulen oder bellen – wenn du keine Nachbarn hast, ist das nicht weiter schlimm! Doch meist kann das zu einem Problem werden. Es kann auch sein, dass dein Welpe nicht bellt sondern alles anknabbert was er vor die Schnauze bekommt. Da müssen vielleicht Schuhe, Läufer, Einrichtungsgegenstände oder sogar Wände dran glauben. Manch ein Kandidat kratzt sich sogar durch die Türen, zerlegt die evtl. deine Blumenecke oder liegen gelassene Steuerordner. Auch Pipi oder Ko* ist keine Seltenheit in der Wohnung. Damit dir das nicht passiert, beginne recht schnell mit dem Training.

Wie sieht das Training – „Welpen alleine lassen“ aus?

Gewöhne dir bitte nicht an, deinen Welpen oder Hund überall mit hin zu nehmen. Den Toilettenbesuch, den Gang in die Waschküche oder das Bügelzimmer, den Gang in die Speisekammer oder zur Mülltonne darfst du gerne alleine machen. Sicher, dass sind keine langen Zeiten in dem dein Berner Senne alleine ist, aber er merkt hier schon, dass er nicht überall dabei sein muss. Je mehr du übst, umso weniger aufregend wird es für deine Fellnase, wenn du einmal außer Sichtweite bist. Sollte dein Berner Sennenhund Welpe doch mal jammern oder bellen wenn du die Tür verlässt, warte hinter der Tür bis er sich beruhigt hat und genau dann wenn Ruhe ist, kommst du wieder rein. Was lernt er dabei? Wenn er still ist und sich benimmt, kommst du wieder. Bleibe beim wieder rein kommen ganz ruhig und ziehe deinen Vierbeiner nicht mit übertriebener Freude auf. Tue einfach so, als ob nichts gewesen wäre. Bleibe bei der Übung konstant dran und verlängere immer mehr die Abstände zwischen gehen und kommen. Diese Übung solltest du am Besten am Anfang schon gezielt zur der Tageszeit machen, zu der du später auch nicht da sein wirst. So gewöhnt sich dein Hund an deine Zeiten und du signalisierst ihm seine Ruhezeiten in denen du außer Haus bist

Weitere nützliche Tipps die uns geholfen haben!

Unser Carlos fühlt sich am wohlsten, wenn alles so bleibt wie es immer ist. Wenn wir keine Türen oder Räume verschließen, somit hat er sein gewohntes Umfeld in dem er sich bewegen kann. Als zusätzliche Unterstützung läuft im Hintergrund ganz leise das Radio mit klassischer Musik und im Eck steht eine große Hundebox (offen!) in der er sich zurück ziehen kann. Ein großer Rinder Hüftknochen und einige „Spielzottel“ liegen auch bereit, sodass er sich auch mal abreagieren kann, ohne die Einrichtung dafür zu verwenden. ;

Immer wieder Montags! 🙂 

Dein Hund kennt sich mittlerweile gut mit dem alleine sein aus – aber an gewissen Tagen ist alles anders als sonst? Ja dass kennen wir. Meistens am Montag! Am Wochenende waren wir rund um die Uhr zuhause und haben ihm auch viel Aufmerksamkeit geschenkt und er durfte natürlich überall mit hin. Das ist der Fehler!! Auch wenn du zuhause bist, solltest du bei deinem mittlerweile erwachsenem Hund das Training nicht vernachlässigen und auf seine Ruhezeiten achten – zumindest wenn es möglich ist. Lass deinen Berner Sennenhund in der Ruhezeit einfach sein Ding machen und schenke ihm weniger Aufmerksamkeit. Seitdem wir dies konsequent machen, ist auch ein Montag kein Problem mehr für unseren Carlos. 🙂

Woran könnte es noch liegen?

Manchmal passiert es auch an anderen Tagen. Rückblickend betrachtet könnte es auch daran liegen, dass wir manchmal etwas länger als sonst nicht da sind oder es war in der Zeit vielleicht jemand anderes an der Haustür und hat geklingelt. Es kann viele Gründe geben, warum es nicht immer Rund läuft. Was du aber bitte nicht machen solltest, deinem Vierbeiner sauer zu sein, wenn was schief gelaufen ist. Es ist bestimmt keine böse Absicht gewesen. Ehr hat sich alleine oder unwohl gefühlt aber sicher macht er nichts kaputt um dich zu ärgern.

 

Wenn all die Tipps dich nicht weiterbringen und wenn es nur noch drunter und drüber geht?

Ja, dann wende dich bitte an deine Hundeschule des Vertrauens oder schaue dir Videos oder eine Kurs dazu an. Es kann schon sein, dass du einen „besonderen Fall“ hast, so wie wir! 😉 Vielleicht kannst du Anfangs einen „Gassigeher“ deines Vertrauens beauftragen, oder denke über einen Kurs und auch Bachblüten nach.

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurem Vierbeiner gemacht? Klappt alles problemlos? Wie seit ihr an das Thema heran gegangen?

Ich freu mich über einen Austausch! 🙂